Montag, 30. November 2009

Der nicht so ernstgemeinte Rückblick

Von der Gangway gestürzt: 1 mal
kaputte Hosen: 3
Mückenstiche: 95 (mindestens!)
davon aufgekratzt: 93
schwere Erkrankungen: keine
Krisen: 2
Krisenfreie Momente: viele, viele
Alpträume: 3
das Motorrad-Taxi benutzt: 10 mal
im Regen mit dem Motorrad gefahren werden: 1mal
Sonnenaufgänge beobachtet: 1
Sonnenuntergänge angeschaut: 30
meinem Handy das Schwimmen beigebracht: 1 mal
Haare gefärbt: 1 mal
Haare geschnitten: 1mal
mein Mittagessen vergessen: 12 mal
Patienten behandelt: über 10.000
Monate in Benin: 9
Heimweh: 35 Stunden
Sandra nachhause telefoniert: 12,5 Stunden
exotische Tiere gesehen: 2
Haustiere: 2
am Strand geschlafen: 1mal
Zähne ausversehen gezogen: 1 mal (aber den richtigen!)
Patient seinen eigenen Zahn ziehen lassen: 1 mal
Unvergessliche Momente: unzählbar
davongelaufene Patienten: 3
andere Behandlungen, als die zahnmedizinische, durchgeführt: 3 mal (Stück Oberarm-Knochen, eine Warze und einmal ein Stück Haut entfernt)
verschiedenen Zahnärzten assistiert: 10
afrikanische Kleidung: 2 Outfits
Sightseeing-Touren: 0
Toaster in Brand gesetzt: 0
Brand im Toaster erkannt: 1 mal
Menschen, Hoffnung und Heilung gebracht: Tausenden!

Mittwoch, 18. November 2009

Essen mit dem Präsidenten aus Benin. Ja, wirklich!

Dienstag. Wer hätte das gedacht? Ich nicht. Wirklich nicht. Erst sollte es im Juni stattfinden, alle waren ganz aus dem Häuschen, dann wurde es auf letzten Donnerstag verlegt, um dann wieder verschoben zu werden. Montag dann wirklich. Ne, doch nicht. Dienstag, wirklich! Und so war es auch. DAS Essen mit dem Präsident von Benin. Mit einem Bus-Shuttle-Service von der Regierung wurden wir dann abgeholt. Wir wären ja nicht in Afrika, wenn dabei alles glatt verlaufen würde. Der Busfahrer von einem Bus ist nach der ersten Tour um 17.30 Uhr nachhause gefahren, weil er dachte, dass es das war. hahaha... Die ersten 80 von uns waren also schon da, die anderen 270 warteten dann bis sich wieder ein Bus am Dock einfand. Um 19.15 Uhr fuhr dann der letzte Bus zum Präsidenten. Seit fast 11 Monaten esse ich so gegen 17 Uhr zu Abend. Wie auch die meisten von uns. So langsam wurden wir also wirklich hungrig, da es vorher nichts auf dem Schiff gab. Als erstes wurden wir in einem Saal mit Getränken empfangen. Um 20.00 Uhr ging es dann endlich in den Speisesaal. WOW! Ich glaube, dieses Foto drückt es am Besten aus.




5 Ehren-Medaillen und Reden auf Französisch und dann auf Englisch später, gab es dann das erhoffte Essen mit einem leckeren Glas Wein.



Und damit uns beim Essen nicht zu langweilig wird gab es noch Tanzaufführungen. Teilweise wirklich beeindruckend, teilweise aber auch gruselig (mit ihren Voodoo-Verkleidungen).



Umgehauen hat es mich aber auch, als ich den großen Saal voll mit unseren Leuten sah. Und das waren noch nicht einmal alle. Um die 100 konnten nicht kommen, da sie arbeiten mussten oder andere Gründe hatten. Wir sind echt viele. Ich meine, es gibt kein Ort auf dem Schiff, andem wir uns alle versammeln können. Aber nicht nur auf dem Schiff, der Dock würde uns auch nicht fassen können ohne Chaos bei den Nachbarschiffen zu verursachen.
Um 0.00 Uhr bin ich dann müde ins Bett gefallen. Was für ein Tag. Wer hätte das gedacht?!

Samstag, 14. November 2009

To Write Love On Her Arms

Freitag. Ein ganz normaler Freitag? Eigentlich liegt das Hauptaugenmerk mehr auf das Datum als auf den Wochentag. Es ist der 13.November. Bis vor ein paar Tagen war das für mich einfach ein Tag im November. Jetzt nicht mehr.
To Write Love On Her Arms (TWLOHA) ist eine Non-Profit-Organisation, die Hoffnung den Hoffnungslosen geben möchte. Hoffnung ist Real und deswegen kämpfen sie gegen Depression, Sucht, Selbstverletzungen und Selbstmord. Sie fördern, informieren, inspirieren.
Jeder kennt jemandem, dem es so ging. Mädchen und auch Jungs, die sich die Pulsadern aufschneiden, Drogen konsumieren, etc. weil sie das Leben nicht mehr ertragen wollen.
Um Aufmerksamkeit auf dieses Verhalten zu lenken, wurde der 13.November zum TWLOHA-Tag, an dem sich jeder das Wort "Liebe" auf den Arm schreibt. Kreativität hat da keine Grenzen.
So sahen zum Beispiel unsere Arme aus