Freitag, 18. September 2009

Diverse Einzelheiten/ Neuheiten usw!

Kurze Einzelheiten zu Dingen, die so geschehen:
1. Donnerstag habe ich peinlichst darauf geachtet, dass ich richtig ausgescannt werde und auch im Anwesenheitsbuch ausgetragen bin. Wir hatten nämlich wieder eine Feuerübung siehe es hat wie am Schnürchen geklappt, keiner musste nach mir suchen. Der Sicherheitsoffizier war stolz auf mich :)
2. Cassiopeia, meine Schildkröte. Mir ist aufgefallen, dass die Geschichte mit meinem Haustier gewaltige Lücken auffasst. Hier eine kurze Zusammenfassung:
Bekomme eine Schildkröte geschenkt, nenne sie Cassiopeia, einige Wochen später lasse ich sie rumlaufen, um ihre Box zu säubern und weg war sie. Eine Woche später war sie wieder da, nur um sie einige Wochen später wieder zu verlieren. Eine Kollegin wollte sie auch nur kurz laufen lassen und schwupps weg war sie. 2 Monate später findet sie unser Sicherheitsbeamte im Vorgarten wieder. Habe sie für ein paar Tage behalten und dann dem Tagesmitarbeiter, von dem ich sie hatte, wieder mitgegeben, damit sie in seinem Dorf ein friedliches Schildkrötenleben führen kann. Das letzte was ich gehört habe ist, dass sie in seinem Badezimmer ist. Hoffentlich hat er sie inzwischen wieder in die freie Natur gesetzt.
3. Bestellungen für nächstes Jahr habe ich fast fertig gemacht und konnte diese Woche wieder ein wenig assistieren.
4. Am Montag werde ich als Vertretung für 4 Tage als zahnmedizinische Sterilisations-Fach-Angestellte (keine Ahnung, ob das die richtige Berufsbezeichnung ist) arbeiten, weil meine Kollegin im Urlaub ist.
5. Heute hatten wir den Kapitän von dem Schiff hinter uns auf dem Zahnarztstuhl. Leider konnten wir sein Zahn nicht retten und mussten ziehen. Wollte mir dann sein Schiff nach Feierabend ansehen gehen, hat aber leider alles nicht mehr so hingehauen.

Dienstag, 15. September 2009

Das fetzt.


Samstag. 20 Jahre sind vergangen und es fetzt immer noch so wie damals. Fetzt war doch DAS Wort in den 80ern, oder? Ich finde, es passt da aufjedenfall rein. Samstag war hier auf Deck 8 mal wieder Party angesagt. Aber nicht irgendeine, sondern DIE 80er Party in Westafrika, Cotonou auf der Africa Mercy. Musik: von Van Halen "Jump" über Jon Bon Jovi "You give Love A Bad Name" bis hin zu Survivor "Eye Of The Tiger"; Kleidungsstil: Schulterpolster, Karottenhosen, Stirnband, Seitenzopf, viel Farbe, Plastikohrringe, weiße Tennissocken, Stulpen; Snacks: Popcorn, Kuchen. Aber was ziehe ich nun an? Ich muss sagen, dass in meiner Reisetasche von Berlin hierher weder Karottenhosen noch irgendwelche Oberteile mit Schulterpolster eingepackt waren. Improvisieren war angesagt. Wie immer, wenn man etwas auf einem Schiff in Westafrika machen möchte. Man glaubt`s kaum, aber die Läden hier waren voll mit 80er Jahre Klamotten. Geld für etwas, dass ich dann nie wieder anziehe wollte ich aber nicht ausgeben. Ein Blick im Zweitehand-Laden kann ja nicht schaden. Aber auch da wurde ich nicht fündig. Macht nichts. Haare zu einer Mähe auftoupiert und zur Seite gekämmt, meine langen Kniesocken über die Schuhe gekrempelt, mehr war nicht drin. Bis der Anruf kam. Freunde von mir haben Sachen gefunden und auch ein Frauenoberteil mit schönen Schulterpolstern mitgebracht. Anprobiert und ja, ich muss sagen, es passt, aber gefallen hat es mir nicht. Darum geht es ja auch nicht :) Fertig machen und ab geht`s.





Ich musste so lachen, als ich die anderen alle sah.

Unglaublich, was man hier doch so auf die Beine stellen kann. Wer die Fotos sich ansieht, wird mir da nur zustimmen. Am nächsten Tag hatten wir alle Muskelkater vom vielen Hüpfen. Der Tanzstil der 80er beansprucht halt ganz andere Muskeln als die, die wir heute so benutzen. Mein Fazit: Super Fete, vielen Dank an alle, die sie organisiert haben.

Montag, 7. September 2009

Ole, Ole, Ole... Benin vor, noch ein Tor!



Sonntag. Hab mich schon auf ein gemütlichen Tag eingerichtet. Kirche im Krankenhaus, Mittagessen, in Mid-ships auf die Couch legen, Tennis schauen, Abendessen, Deck 8 Seeluft schnuppern, Kirche in der International Lounge, Deutsch-Treffen. Aber es sollte mal wieder ganz anders kommen. Morgens war die Station schon so voll für den Gottesdienst, dass ich wieder gegangen bin und mir gedacht habe, dass wenn schon keiner in der Kabine ist, es die beste Zeit ist, diese in Ordnung zu bringen. Bad putzen, Müll rausbringen, Sachen wegräumen. Um die Mittagszeit ging es mit einer Freundin und ihrer Mutter zum Speisesaal. Essen und dann wieder zurück zu meinem ursprünglichen Plan. Aber auch diesmal sollte was dazwischen kommen. Eine riesen Gruppe von uns geht zum WM-Qualifikations-Spiel Benin-Mali und sie haben noch eine Karte übrig! Natürlich wollte ich mir das nicht entgehen lassen. Eine Stunde später saß ich im Auto und es ging zum Stadium. Unterwegs noch schnell durch das Fenster eine Benin-Fahne gekauft, jetzt kann es losgehen. Ich muss sagen, es war nicht so chaotisch, wie ich es angenommen habe. Innerhalb von Minuten, waren wir auf dem Gelände. Den richtigen Aufgang zur Tribüne zu finden hingegen, brauchte uns eine Weile. Wir wurden von Eingang zu Eingang geschickt, um dann beim Richtigen nicht mehr reinzukommen, weil die Tribüne schon überfüllt war. Also ging es zu den 2$ Plätzen und nicht zu den bezahlten 10$. Zum Glück, denn die Stimmung war super. Nach 90 Minuten war auch dieses Spiel zuende. Spannend wurde es in den letzen 5 Minuten als erst Mali und dann Benin jeweils ein Tor schossen. Leider hat es Benin trotzdem nicht in die Qualifikation geschafft.