Freitag, 17. Juni 2011

Im Zahnlabor

Freitag. 2 Zahnärzte und 4 Helferinnen sind 2 Helferinnen mit 2 Übersetzern zuviel. Also hat sich meine deutsche Kollegin überlegt, dass wir uns ja mal das Zahnlabor anschauen können. Ziehen wir Zähne im Frontzahnbereich zahlt Mercy Ships nämlich die Zahnprothese. Da wir auf dem Schiff aber kein Zahnlabor haben, sind wir darauf angewiesen, dass das Zahntechniker aus dem Land übernehmen. Wir kamen genau zur rechten Zeit. Die letzte Patientin, bei der Abformungen für Zahnersatz gemacht werden musste hat auf dem Stuhl Platz genommen.



Alginat anmischen, auf den Abformlöffel geschmiert, in den Mund anpassen, warten und wieder raus. Bis jetzt ist es eigentlich so wie ich es aus Deutschland kenne.



Der Zahntechniker ist inzwischen auch schon eingetroffen und so geht es hoch in die erste Etage ins Labor.


Gips anmischen,in die Löffel füllen und abwarten. Zahntechniker könnten jetzt beantworten, ob das auch so in Deutschland aussieht.



Ist das Gips getrocknet wird der Abformlöffel vorsichtig abgetrennt. All diese Modelle sind von unsere Patienten!



Mit speziellen Materialien und Instrumenten werden die Prothesen also hergestellt und am Ende noch poliert.


Und fertig....




Es war echt nett, dass sie uns ins Labor reinschnuppern haben lassen. Da fängt man wieder an den Komfort mehr zu schätzen, den wir in deutschen Laboren haben. Stühle, genug und gute Materialien und Instrumente uvm. sind hier kaum zu finden.

Montag, 2. Mai 2011

Zeit für Gummistiefel

Montag. Seit gestern ist nun offiziell Regenzeit angesagt. Davon war nur nicht viel zu sehen. Sonnenschein, Hitze, fast keine Wolken so sah der erste Mai aus. Aber wir wären ja nicht in Afrika, wenn alles wie ein schweizer Uhrwerk funktionieren würde. So kam der lang ersehnte Regen nun heute um 15 Uhr. Es goss wie aus Eimern und kühlte die warme Luft ein wenig ab. Wir reden hier aber trotzdem noch von ca 28 Grad Celsius :) Meine Kollegin und ich sind gleich rausgerannt um den Regen zu begrüßen. Unsere Mitarbeiter aus Sierra Leone waren nicht ganz so enthusiastisch. "Wir haben einen langen Weg nach Hause und werden jetzt ganz naß" Stimmt und vor allem trocknet ihr afrikanisches Haar so schlecht. Deshalb werden Mülltüten zum Regenschutz gemacht.


Samstag, 30. April 2011

Wer sagt hier, die Kabinen sind klein?

Freitag Abend. Nach einer anstrengenden Woche in der Hitze ist nun Filme anschauen angesagt. Kurz noch Schokolade, Chips und Getränke in unserer Snack-Bar besorgt und es kann auch schon losgehen. Ich bin immer noch in einer 4-er Kabine, die einen Gemeinschaftsabteil mit Fenster hat. Das Ding ist, dass einige 4-er Kabinen echt große solcher Gemeinschaftsabteile haben, wo locker eine Couch und Kühlschrank reinpasst. Nicht so bei mir. Aber dafür habe ich ein Fenster, das die anderen nicht haben. Möchte mich also nicht beklagen. Jetzt ist es aber so, dass wir zu viele Freunde für die "kleine" Kabine haben. Aber das hält uns nicht auf, trotzdem Filme auf dem Boden (ja, richtig gelesen... auf dem Boden. Für Stühle ist kein Platz) mit einem Haufen Kissen und Kuscheldecken anzuschauen. Und wie sowas dann praktisch aussieht habe ich hier fotografisch einmal festgehalten.








Die Fotos habe ich mit einem Selbstauslöser gemacht und die Kamera dorthin gestellt, wo der Laptop ungefähr steht.