Es ist wieder soweit. Wir brauchen Treibstoff. Und zwar dringend (inzwischen). Letzte Woche sollte es schon ans tanken gehen, aber da klappte es, aus mir unbekannten Gründen, nicht. Samstag, der 25. Juli sollte es dann losgehen. "Sollte" ist hier das bewußt gewählte Wort. Es sollte, wie beim letzten Mal, Samstag morgen um 9:00 Uhr losgehen, um das Schiff zum anderen Dock zu fahren, dort würde dann für 12 Stunden das Schiff vollgetankt und dann am Sonntag morgen würde es dann wieder zurück gehen. Nun klappte es aber dann doch letzten Samstag. Wer bei diesem Segelausflug nicht dabei sein wollte, konnte seine Sachen packen und für das Wochenende z.B. campen gehen. Ich wollte segeln, auf der Reeling stehen, meine Arme weit ausbreiten und laut: "Ich bin der König der Welt" rufen ( Nein, ich denke nicht, dass ich der König der Welt bin. 1.Kann ich niemals König sein, höchstens Königin, 2. ist Jesus König der Welt, 3. für alle Nicht-Titanic-Kenner: es beschreibt eher das Gefühl, das man hat, wenn man fliegt oder, wie in diesem Fall, der Wind einem nur so um die Ohren weht, während man auf einem großen Schiff das Meer durchkreuzt.) Das lustige hierbei ist aber, dass wir von Schlepperbooten zum anderen Dock gezogen werden, also nichts mit richtigem Seegang und so, ausserdem bewegen wir uns seitwärts, da wirkt das dann alles nicht mehr so :)
So oder so ähnlich hat sich das Auftanken dann abgespielt:
Samstag: Ansage vom Kapitän, dass es morgen früh losgeht und wir morgen abend wieder zurück sind.
Sonntag 9:00 Uhr: die Gangway ist immer noch in ihrer Position, Durchsage vom Kapitän: es kann noch ein wenig dauern, ein anderes Schiff ist immer noch am tanken.
11:00 Uhr: die Gangway ist immer noch nicht eingeholt. Zeit für ein Nickerchen.
13:00 Uhr: so langsam werden wir ungeduldig. Vertreiben die Zeit mit Kartenspielen. Durchsage vom Kapitän: "Neuigkeiten zu unserer Stand-by-Situation: wir sind immer immer noch auf Stand-By.. Ich melde mich wieder, wenn wir genauere Informationen haben." (Nach diesem Satz musste sogar der Kapitän selber schmunzeln)
16:00 Uhr: yeah, die Gangway wird eingeholt und es geht los.
19:00 bis 7 Uhr: Karten gespielt, Film geschaut, geschlafen, während unsere fleißigen Matrosen und Schiffsoffiziere für einen reibungslosen Tankausflug gesorgt haben.
Montag morgen 9:00 Uhr: wieder zurück an unserem Dock. Später als gedacht, aber trotzdem glücklich und zufrieden.
Dienstag, 28. Juli 2009
Sonntag, 26. Juli 2009
Die Sandburg
Samstag ging es mal wieder zum Eldorado Hotel/Strand/Pool. Die Regenzeit scheint fast vorüber zu sein (die Pfützen sind ausgetrocknet, es regent kaum), aber die Sonne scheint trotzdem nicht. Macht nichts. Solange es nichts regnet, warm ist es sowieso immer, tut es ganz gut einfach am Strand zu liegen und den Alltag zu vergessen. Und Sandburgen zu bauen. Mit hoher Präzision hat unser Chefkoch die Türmchen und Brücken mit Sand gebaut. Meine Aufgabe beschränkte sich eher auf das Ausweiten des Burggrabens und sicherstellen, dass keine Welle die Burg binnen Sekunden wieder zerstört. Hmm.. wie hält man eigentlich Wasser davon ab. Durch noch tieferes Graben. Ich war voller Sand, aber das war es wert. Die Burg sah klasse aus und soweit ich mich erinnern kann, war es auch meine erste richtige Sandburg. Als Kind habe ich zwar schon gebuddelt, aber so eine schöne Sandburg ist nie rausgekommen. Ich muss jetzt aber ehrlich zugeben, dass die Fotos von der schönenen Sandburg von Sonntag vor einer Woche sind. Aber im Grunde, kann die Burg überall gebaut worden sein. Strand ist Strand und Sand ist Sand und wir sind auch noch immer die gleichen Leute. Aber ich sag`s euch. Wieviel Sand ich mitgebracht habe. Na gut, hier kommen mal ein paar Bilder...
Und wie es am Ende oft so ist, kam eine noch größere Welle als diese und zerstörte unseren Traum aus Sand...
Und wie es am Ende oft so ist, kam eine noch größere Welle als diese und zerstörte unseren Traum aus Sand...
Samstag, 25. Juli 2009
Kochunterricht
Mittwoch. Wie an jedem Wochentag gibt es ab 17 Uhr Abendessen. Heute aber nicht für mich. Zumindest nicht um die Uhrzeit und so einfach serviert. Ich muss es mir das Essen selber machen. Hab es ja so gewollt. Der Chefkoch persönlich gibt uns heute Kochunterricht. Er hat jahrelang für ein 5-Sterne Hotel als Koch gearbeitet. Bringt also viel Klasse mit. Um 17.30 Uhr ging es dann ans Nudelteig zubereiten.

Zu den selbstgemachten Nudeln gab es Hähnchen in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Da wir beschlossen haben alles selber zu kochen, hat der Koch uns das rohe ganze Hähnchen vor die Nase gelegt und uns gezeigt, wie man so was zerteilt. Und wie das so ist, sah es super einfach bei ihm aus. Kein Problem, dachte ich mir und hab mir das scharfe Messer geschnappt, um das Hähnchen zu teilen. Ja, hmm... also, das Messer direkt neben der Wirbelsäule zu platzieren war dabei noch der einfachste Arbeitsschritt. Am Ende habe ich es aber geschafft. Mein Hähnchen habe ich dann mit Dejon-Senf und Kräutern eingerieben. Zur Auswahl gab es dann auch noch: Barbecue, Asiatisch, Zitrone/Knoblauch und Chili. Die Hähnchen kamen in den Ofen, die Nudeln ins kochende Wasser und eine halbe Stunde später stand dann das Essen auf dem Tisch. Und ich sags euch. Es war so lecker und Spaß hat es auch noch gemacht. Mal sehen, was es das nächste Mal gibt.
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